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Erster Ökowein aus Staatsweingut wird gelesen

17.09.2015

Die Trauben für den ersten Ökowein aus einem rheinland-pfälzischen Staatsweingut werden nun geerntet. Das teilte Weinbaustaatssekretär Thomas Griese mit und eröffnete heute offiziell die Ökotraubenlese am Staatsweingut Bad Kreuznach. 2012 wurde im Staatsweingut auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt. Nach Ablauf der dreijährigen Umstellungsdauer gibt es in diesem Jahr den ersten biozertifizierten Jahrgang aus der Ernte 2015. Mit der erfolgreichen Umstellung des Staatsweinguts gehe das Land mit gutem Beispiel voran. „Wir wollen die Marktchance Ökowein für die heimischen Winzer nutzen. Und unser Bundesland ist schon auch beim Öko-Weinbau bereits die Nummer 1. Zwei Drittel der Öko-Rebfläche Deutschlands liegen in Rheinland-Pfalz“, erklärte Griese. In den vergangenen drei Jahren sei die Öko-Rebfläche um 25 Prozent gewachsen. Die Nachfrage nach Ökowein steige und das Potenzial sei noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Landesregierung setze sich mit Nachdruck dafür ein, die Rahmenbedingungen für die Öko-Betriebe weiter zu verbessern. Dazu sei es erforderlich, dass auch die Aus- und Weiterbildung im Weinbau systematisch den Bereich ökologische Wirtschaftsweise umfasse. „Die Erkenntnisse, die das Land im Staatsweingut aus erster Hand gewinnt fließt in unsere Ausbildung und Beratung ein“, so Griese. Das gelte vor allem für das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, dem größten Schulstandort im Lande. Das DLR sei zentrale Anlaufstelle für Winzerinnen und Winzer, die auf ökologische Produktion umstellen möchten.

Der Staatssekretär wies darauf hin, dass der ökologische Anbau nicht nur der Umwelt und dem Erhalt der Artenvielfalt diene. Auch die konventionellen Betriebe könnten von den innovativen Ansätzen einer umweltgerechten Bewirtschaftung profitieren.

Den ersten Federweißer aus der frisch gepressten Ernte wird Weinbauministerin Ulrike Höfken am 19. September im Rahmen ihres Rundgangs auf dem Kreuznacher Bauernmarkt verkosten, kündigte der Staatssekretär an.

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